Auch kleine oder mittelständische Unternehmen können von Großhandelspreisen profitieren, wenn sie Energie über das Spotmarktmodell an der Strombörse beziehen. Sie können ihre Strom- und Gaskosten verringern und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie den Einkauf am Spotmarkt zur Energieabdeckung Ihres Unternehmens nutzen.

Der Hintergrund

An der Leipziger Energiebörse (European Energy Exchange EEX) wird Strom wie auch Erdgas und Kohle gehandelt. Diese Börse ist die größte Energiebörse Europas und hat mittlerweile über 200 Teilnehmer aus 19 Ländern. Strom wird hier entweder auf dem Terminmarkt oder auf dem Spotmarkt gehandelt.

Der Terminmarkt bedient längerfristige, abgesicherte Lieferverträge, bei denen die Vorlaufzeit bis zu einigen Jahren betragen kann.

Am Spotmarkt hingegen wird Strom und Gas kurzfristig, normalerweise innerhalb eines Tages, gehandelt. Der Spotmarkt ermöglicht Energieversorgern und -produzenten, kurzfristig Energie einzukaufen oder Überkapazitäten zu verkaufen, denn Elektrizität kann nicht ökonomisch sinnvoll gespeichert werden.

Energieeinkauf zum Tages- und Stundenpreis

Die Preise werden in Zeitblöcken von einzelnen Stunden angeboten. Je nach kurzfristigem Angebot und Nachfrage können die Preise  auch  zu verschiedenen Zeiten stark variieren. Aus den stündlich variierenden Strompreisen ergibt sich ein durchschnittlicher Tagespreis. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien hängt ein Teil der Stromproduktion zum Beispiel auch vom Wetter ab (gewonnene Energie aus Photovoltaik bei gutem Wetter in der Mittagszeit oder aus aktiven Windkraftanlagen senkt z.B. den Preis am Spotmarkt).

Der Energieeinkauf eines Unternehmens wird entsprechend seines spezifischen Lastprofils zu Börsenpreisen abgerechnet. So erhalten die Unternehmen den fairsten Preis am Strommarkt. Da der Strom am Spotmarkt ist nicht rund um die Uhr gleich günstig ist, spart ein Betrieb durch den Einkauf am Spotmarkt erhebliche Energiekosten ein, wenn der Strom für das Unternehmen zum richtigen, also günstigen Zeitpunkt verbraucht wird.

Preisvorteil durch Spotmarkteinkauf

Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, liegt der Spotmarkt Preis bei maximal 60% des Preises auf dem Terminmarkt. Falls wider Erwarten der Spotmarkt sich an den Festpreis annähern sollte, haben  Unternehmen jederzeit die Möglichkeit, kurzfristig in ein Terminmarktmodell zu wechseln. Sie gehen also nicht unbedingt ein Risiko ein.

Als Energiedienstleister arbeitet OWL Energy mit den Energieversorgern zusammen, die dieses Modell abbilden können.  Wir besorgen die Energie zu den aktuellen Börsenpreisen. Auf Basis von  aktuellen Lastprofilen erstellen wir ein individuelles Angebot für Unternehmen.  Doch auch für Unternehmen z.B. ab 10 000kW/p.a. ohne spezifisches Lastprofil können wir am Spotmarkt Energie beziehen.

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